
Fatigue - chronisches Müdigkeitssyndrom
Fatigue hat maßgeblichen Einfluss auf andere Toxizitäten einer Krebstherapie – mit Chinesischer Medizin lassen sich Folgeerscheinungen deutlich mildern.
Chicago – Eine Fatigue (Chronisches Müdigkeitssyndrom) wirkt sich negativ auf die Lebensqualität von Krebspatienten aus. Doch damit nicht genug: Sie beeinflusst sogar nachfolgende Nebenwirkungen. Unter anderem hatten Betroffene mit Fatigue eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, schwere oder lebensbedrohliche Toxizitäten zu entwickeln. Das legen neue Daten von der Jahrestagung 2024 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago (Abstract 11015) nahe.
Joseph M. Unger, Fred Hutchinson Cancer Center, Seattle, und Kollegen analysierten 18 Krebstherapie-Studien, die zwischen 1988 und 2018 durchgeführt wurden und in denen die Teilnehmenden Angaben zu Fatigue machten.
Risiko deutlich erhöht
In die Studie gingen die Daten von 8.040 Personen ein, die eine systemische Therapie erhielten. Insgesamt wurden 108.059 Nebenwirkungen analysiert. 75,8 % der Betroffenen litten mindestens „ein bisschen“ unter Fatigue. 42,8 % gaben an, „teilweise“ oder „häufiger“ eine Fatigue zu verspüren und bei 17,7 % trat sie „ziemlich häufig“ oder „sehr häufig“ auf.
In der Gruppe der Teilnehmenden, die „teilweise“ oder „häufiger“ eine Fatigue hatten, war die Wahrscheinlichkeit fast doppelt so hoch, dass sie mindestens schwere Toxizitäten oder lebensbedrohliche Toxizitäten. Die Wahrscheinlichkeit für tödliche Toxizitäten war sogar fast dreimal so hoch.
Hilfe bei Therapieentscheidung
Die Chinesische Medizin hingegen hat Erklärungen und Therapiemöglichkeiten gegen dieses Fatigue-Syndrom gefunden, die manchmal schon nach wenigen Tagen oder Wochen Erfolge zeigen.
Nach chinesischer Medizin ist das Stoffwechsel-Verdauungssystem, welches auch als „Mitte“ bezeichnet wird, für diese Symptome verantwortlich. Aufgabe der „Mitte“ ist es, alle Stoffe und Informationen, die von außen in den Organismus dringen oder im Inneren erzeugt werden, zu sichten und zu sortieren.
Substanzen mit klaren Energien werden nach Sicht der chinesischen Medizin beim gesunden Menschen in das Bestehende eingebaut, die Substanzen mit trüben Energien als „Trübes“ ausgeschieden. Störungen in dieser Sichtungs- und Sortierfunktion der „Mitte“ haben zur Folge, dass Substanzen mit „trüben“ Energien nicht mehr ausgeschieden werden und sich in Depots im Körper sammeln. Dadurch kann auf Dauer das Erschöpfungssyndrom entstehen.
Studien belegen die Wirksamkeit für eine deutliche Abnahme des Fatique-Syndroms durch die chinesische Medizin. Hierbei stehen die Akupunktur, die chinesische manuelle Therapie (Tuina) sowie das medizinisch durchgeführte Qi Gong im Vordergrund.
Eine der wichtigsten Säulen der alternativen Therapie beim Fatigue-Syndrom ist weiterhin die chinesische Arzneitherapie, deren Rezepturen sich bei Erschöpfungssyndromen bewährt haben.
Auch ein zusätzlich durchgeführtes moderates Sportprogramm verbessert die Lebensqualität.
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